Die Engelmacherin von St. Pauli

Die Engelmacherin von St. Pauli
Elisabeth Wiese
Kathrin Hanke
Gmeiner Verlag 2018
ersch. September 2018
Vorbestellung möglich
Paperback
ISBN 978-3-8392-2300-0
Preis: 12,00 €
auch als ePub oder PDF, Preis je 9,99 €

Inhalt: 2. Februar 1905, 8.00 Uhr: In Sekundenschnelle saust das Fallbeil hinab und trennt Elisabeth Wieses Kopf vom Rumpf. Die Engelmacherin von St. Pauli, wie sie die Öffentlichkeit bereits nennt, ist für den Mord an mindestens fünf Babys vom Hamburger Schwurgericht schuldig gesprochen worden. Doch hat die Frau, deren Aussehen an die Hexe im Märchen erinnert, die Kinder wirklich im Ofen verbrannt? Kathrin Hanke ist tief in den wahren Fall eingestiegen und damit in die Abgründe der Geschichte Hamburgs Anfang des 20. Jahrhunderts.

Bis zuletzt leugnet Elisabeth Wiese ihre Schuld, dennoch: Ihr Gnadengesuch wird abgelehnt und die Engelmacherin von St. Pauli an einem eisigen Februarmorgen 1905 durch das Fallbeil hingerichtet. Ihr Unwesen soll sie in der Wilhelminenstraße getrieben haben, der heutigen Hein-Hoyer-Straße in Hamburgs weltbekanntem Amüsierviertel.
Elisabeth Wiese verdient ihr Geld vorwiegend als Vermittlerin von Pflegekindern – ein lukratives Geschäft, gibt es doch viele unverheiratete Frauen im wilhelminischen Kaiserreich, die ihren Säugling abgeben müssen, da sie sonst ihre Arbeit verlieren. Als eine der Mütter ihr Kind zurückfordert, kommt das Grauen ans Licht: Von mindestens vier Babys fehlt jede Spur. Hat Wiese, deren Aussehen dem der bösen Hexe aus dem Märchen gleicht, sie tatsächlich in ihrer Küche verbrannt oder in der Elbe wie junge Kätzchen ertränkt? Die Autorin zeichnet auf Basis von damaligen Zeugenberichten ein Bild der Frau, deren Schuld nie eindeutig bewiesen werden konnte.

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